Städte, Kultur und Natur

Venezuela bietet eine sehr vielfältige Mischung aus afrikanischer, indigener und spanischer Kultur, die einzigartig in Lateinamerika ist. Die Vielfalt an Flora und Fauna ist für Naturliebhaber ein Paradies. Die Orchidee, der “Araguaney“-Baum, dessen Name “Blüte aus Gold“ bedeutet, und der Turpial, ein 24-Zentimeter großer gelbfarbener Vogel, wurden als Nationalsymbole erklärt. Mit einer bunten Vegetation, dem Rhythmus der Trommeln der heimischen Musik und den verschiedenen Aromen der örtlichen Gastronomie, ist Venezuela ein Land, das seine Besucher stets in Staunen und Begeisterung versetzt.

Caracas

Caracas ist die Hauptstadt des Landes, inmitten von Tälern und 1000 Meter über dem Meeresspiegel gelegen. Sie ist von bewaldeten Bergen umgeben, zu denen auch das Avila-Bergmassiv als grüne Lunge der Stadt zählt. Die Spuren kolonialer Wurzeln sind noch bei den historischen Gebäuden des Stadtzentrums zu sehen, die zu den modernen Wolkenkratzern in Kontrast stehen.

Canaima

Canaima liegt inmitten des Amazonas-Urwalds der aus zerklüfteten riesigen Bergwänden uralter Zeiten mit dichtbewachsenen Schluchten besteht. Die Berge haben steile Steinwände, die sich über 1800 Meter bis zu einer fast vollkommen flachen Oberfläche erheben. Diese Felsformationen werden Tepuis genannt. Mit der Zeit und durch die Erosion sind Schluchten mit Steilwänden und Spalten in den Plateaus entstanden, sodass manche Teile völlig isoliert wurden.(“The Lost World”)

Delta Orinoco

Ein Riesenlabyrinth aus Schiffahrtswegen mitten durch den Urwald, führt das Wasser vom Orinoco-Fluss bis zum Atlantischen Ozean. Das Delta formte sich im Verlauf von tausenden von Jahren durch die von der starken Strömung in den Ozean abgetragenen Millionen von Tonnen an Sedimentmaterial. Das Fluss-System des Orinoco hat über 60 Seitenarme und 40 Flüsse, die sich quer durch 41000 Quadratkilometer von bewaldeten Inseln, Sümpfen und Teichen ausbreiten.

Gran Sabana

Eine ungewoehnliche Landschaft mit glasklaren Flüssen, Stromschnellen, Wasserfällen und Tafelbergen, die über die Savanne hinausragen. Der Roraima ist ein eindrucksvoller Tafelberg dessen riesiges Hochplateau, umgeben von Steilwänden aus bronzefarbenem Sandstein, sich über der wellenförmigen Landschaft der Gran Sabana erhebt.

Los Llanos

Die “Llanos” erstrecken sich über eine Fläche von ca. 320.000 km2 und erlauben uns das Leben in der Wildnis aus naechster Naehe zu beobachten. Hier leben in einer vom Menschen noch wenig veränderten Umwelt über 300 Vogelarten, sowie Jaguare, Tiger oder Ozelotkatzen, Ameisenbären, Honigbären, Wasserschweine und Kaimane. Das Gebiet zeichnet sich durch weite, offene Flächen, im Vergleich zu den bergigen Zonen der Küsten und der Anden aus. Auf diesen Böden wird intensive Viehwirtschaft betrieben.

Coro

Coro wurde 1527 gegründet und war eine der ersten Städte des Kontinents und die erste Hauptstadt der damals entstandenen Provinz Venezuela. Die Stadt hat hübsche Kolonialgebaeude im historischen Zentrum. Im Nordosten der Stadt befinden sich die Médanos de Coro, eine Wüste mit bis zu 40 Metern hohen Sanddünen und mit einigen kleinen Oasen, umgeben von dürrer Vegetation.

Mérida

Mérida wird von beschneiten Gipfeln umrahmt, die als “Las Cinco Águilas Blancas“ (Die fünf weißen Adler) bekannt sind. Der höchste ist der Pico Bolívar, mit 5.007 Metern Höhe. Das Gebiet oberhalb vom Tal von Mérida ist eine Heidelandschaft mit dem namen “Paramos”, die von den Blumen der niedrigen Pflanzen und den kleinen Büschen belebt wird. In der Umgebung gibt es Bäche voller Forellen, tiefe blaue Seen und malerische und urige Andendörfer. In Mérida befindet sich auch die höchste Seilbahn der Erde.

La Guaira (Flughafen Caracas)

La Guaira wird als das Eingangstor zu Venezuela betrachtet, da hier einer der wichtigsten Häfen des Landes liegt. La Guaira ist die Haupstadt vom Staat und Gemeindebezirk Vargas, und befindet sich im mittleren Norden des Landes, nur 30 km von Caracas entfernt. Hier befindet sich der nächstliegende Flughafen zur Stadt Caracas. Die Arawak-Indios waren die ersten, die ihre Spur im zentralen Küstengebiet von Venezuela hinterließen. Jedoch wurden sie 500 Jahre vor der Ankunft von Christopher Kolumbus von den Caribe-Indios an manchen Orten verdrängt.